Jazz37-LED

Der neue Desktop-PC steht, im Vergleich mit dem alten Laptop, immer an der selben Stelle. Daher hab ich mir gedacht, das es Zeit ist für Boxen auf dem Schreibtisch wird, natürlich baut man sich die selber. Aber nicht einfach Boxen, es müssen auf jeden Fall RGB-LEDs mit rein.
Mit der Hilfe und Tipps von Intertechnik wurden es dann die BS/Jazz37.

Als erstes hab ich die Frequenzweiche aufgebaut.

Weitere Bauteile sind…

Gradient Select W176 4 ohm für die Seite der Box.

Fountek Breitbandlautsprecher FR89EX in der Front.


Seas Noferro900 über dem Bassreflexrohr auf der Rückseite.

Als LEDs kommen WS2812 Stripes zum Einsatz. So kann ich auch Animationen abspielen. Angesteuert von einem Arduino Nano.

Mit FreeCAD hab ich zuerst den Bauplan als CAD Files erstellt, um leichter planen zu können, wo die LEDs hin kommen. Dazu hab ich mir auch LED-Plexiglasmuster bestellt. Die Idee war dann, dass Plexiglas flach von der Seite zu beleuchten und eine weiße Rückwand als Reflektor.

 

Anschließend hab ich die CAD-Files mit Blender bearbeitet und gerendert, damit ich sehen konnte, wie die LEDs und Ausschnitte wirken.

Das sah alles ganz schön aus… virtuel.
Also hab ich Plexiglas bestellt und eine Dummibox gebaut. Das ging recht schnell mit dem Lasercutter. Das Plexiglas konnte ich ebenfalls problemlos lasern. Die nötigen Files hatte ich ja dank der Planung in FreeCAD.

Der Test ging nicht lange. Für den Arduino waren die 1,3m RGB-LED etwas viel. Daher musste ich noch eine Versorgung für die LEDs bauen. Dazu später mehr.
Dennoch hat das ganze überzeugt! Also konnte ich mich ans fräßen machen. Gebaut wird mit 16 mm schwarz durchgefärbtem MDF.

 

Der Mitteltöner auf der Front und die Plexiglasplatten im Inneren der Box werden eingelassen. Daher war hier der Fräser nötig.
Die Ausschnitte für den Subwoofer, Reflexrohr und Hochtöner hab ich mit der Stichsäge gemacht. Diese Schnittkanten wird man später nicht sehen, da sie unter dem Rand der Chassis verschwinden.

Erster Test, ob alle Chassis an Ihren Platz passen.

Die Revisionsklappe, also der Boden, konnte ich auch schon vorbereiten, somit hatte ich einen Anschlag für alle weiteren Bretter.

Das Plexiglas aus dem Musster konnte ich auch gleich anbringen. Passt!


Also gleich die zweite Platte gelasert.

Nebenbei hab ich die Frequenzweiche auf Holzreststücke geschraubt, um im Fall der Fälle die Weichen aus der Box nehmen zu können.

Und schon gings ans Leimen und Schrauben der Box.
Zuerst Rückwand und LED-Seitenwand.

Diese Brettchen trennen das Volumen für den Hochtöner in der Front ab.

Die innere Wand der LED-Kammer hab ich noch weiß lackiert. So reflektiert sie später das Licht Richtung der Plexiglasscheibe. Sie sorgt ebenfalls für die Abdichtung des Klangkörpers.

Dann kamen noch die Polklemmen in die Rückseite und die Box konnte geschlossen werden.

Nach dem einkleben der Frequenzweiche samt Sockel wurde die Box innen gedämmt und dann die Schallwandler an ihre Kabel gelötet und in die Box geschraubt.

Dann hab ich mich an die LEDs und die Versorgung der ganzen Lichtanlage gemacht.

Die LEDs kleben auf dem oberen und dem hinteren Brett.
Für die Innenseite hab ich einen 1cm breiten Steg eingeklebt.

Der Anschluss besteht aus zwei Buchsen.
Eine für die Stromversorgung und eine für das Signal zum Ansteuern der LEDs.

Apropos Ansteuerung. Das übernimmt, wie oben schon erwähnt, ein Arduino Nano. Diesen hab ich zusammen mit einem PC Netzteil, bei dem ich die vielen Kabel ausgelötet hab, in eine gelaserte Holzbox gebaut.

An der Box kann ich neben den zwei mal 5V für die linke und rechte Box auch eine Steuerung anschließen. Der USB Anschluss vom Arduino ist auch nach außen gelegt. So kann ich jederzeit neue Animationen oder Farben auf den Boxen anzeigen lassen.

Zum Schluss hab ich noch das Plexiglas-Seitenteil an die Box  geschraubt und da waren sie auch schon fertig.

Zuhause hab ich die Boxen gleich aufgestellt und angeschlossen.

Mit einem kleinen gelasterten Schalter kann ich die einzelnen Farben und Animationen durchschalten.

Nun zum Klang. Angeschlossen sind die Boxen an einem Pioneer A10 Vollverstärker. Der Klang ist kristallklar und wird durch den Subwoofer an der Seite unterstützt. Der Mitteltöner auf der Front zeichnet Gesang enorm detailreich ab. Doch die Hochtöner, auf der hinteren Seite, bilden eine enorme Bühne für alles, was man so hört. Bei Livemusik alla Stan Getz oder Lee Ritenour, denkt man doch glatt sie spielen neben einem. Das Zirpen und Wispern spielt einem nicht direkt ins Gesicht, sondern eben ganz nebenbei, getragen von den Bässen aus dem off. Natürlich sind die Bässe nicht wie aus einem aktiven Subwoofer unter dem Tisch, das braucht es aber auch nicht. Einfach Spaß haben am Musik hören ohne lästiger Kopfhörer.

Damit die LEDs besser wirken, habe ich meinen Arbeitsplatz vor eine weiße Wand verlegt.

Der Klang der Boxen vor einer Wand ist nochmal deutlich besser. Zumal mir der Noferro900 für Nahfeld ans Herz gelegt wurde.  Der nun von der Wand direkt nach vorne reflektierte Klang des Hochtöners und der des Bassreflexrohres zeichnet nochmal ein feineres, doch auch kraftvolleres Klangerlebnis! Wahnsinn!

Und zum Schluss noch das Video vom Bau